Bundesverband ambulante spezialfachärztliche Versorgung e. V.
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Verordnungen

Die ASV schließt explizit die Verordnung von Arzneimitteln, Heil- und Hilfsmitteln mit ein.

Separate Rezepte – keine Einbeziehung in die Richtgrößenprüfung

In der ASV wird ein eigenes Rezept für die Verordnung genutzt (mehr Infos zu Formularen). Damit wird verhindert, dass Verordnungen dem Richtgrößenvolumen der Praxis zugeordnet werden. Denn Verordnungen von Arzneimitteln, Heil- und Hilfsmitteln unterliegen im Rahmen der ASV nicht der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Das bedeutet, die Verordnungen belasten nicht das Richtgrößenvolumen des verordnenden Arztes.

Jedoch gilt natürlich auch in der ASV das Gebot, dass alle Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssen und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten dürfen. Die Wirtschaftlichkeit von Verordnungen kann daher durch die Krankenkassen im Einzelfall überprüft werden.

Welche Apotheke gibt Arzneimittel in der ASV ab?

Verschreibt ein Vertragsarzt im Rahmen der ASV Arzneimittel, die in der Praxis oder durch den Patienten zuhause angewandt werden, so ist die Offizinapotheke zuständig.

Laut Gesetz sind Krankenhausapotheken berechtigt, Arzneimittel zur ambulanten Versorgung von Patienten in der ASV im Krankenhaus abzugeben (§ 14 Apothekengesetz). Dabei geht das Gesetz jedoch von einer „unmittelbaren Anwendung“ aus. Somit können voraussichtlich Medikamente, die direkt in den Räumen des Krankenhauses durch Krankenhausärzte verabreicht werden, von der Krankenhausapotheke bezogen werden. Medikamente zur Anwendung zuhause, z.B. orale Zytostatika, müssten jedoch wahrscheinlich über die Offizinapotheke bezogen werden.

Noch unklar ist die Rechtslage, wenn Vertragsärzte in den Räumen des Krankenhauses im Rahmen der ASV tätig werden, da dies der Ort der Teamleitung ist.

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Apothekengesetz